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Stocker: Wiederaufbau der Ukraine als strategische Investition in die Sicherheit, Stabilität und den Wohlstand Europas

Bundeskanzler als Türöffner für österreichische Spitzen-Unternehmen in Danzig: heimische Wirtschaft soll vom Wiederaufbau profitieren

In diesen Tagen versammelt sich die Weltgemeinschaft zur mittlerweile fünften Ukraine-Wiederaufbaukonferenz, die diesmal in Polen stattfindet. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Institutionen kommen zusammen, um sich zu vernetzen und den Wiederaufbau in der Ukraine voranzubringen, das größte Wiederaufbauprojekt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Österreich ist durch Bundeskanzler Christian Stocker heuer das erste Mal auf Ebene des Regierungschefs vertreten.

Die Weltbank schätzt den Wiederaufbaubedarf für die nächsten zehn Jahre auf rund 588 Milliarden US-Dollar. "Dies belegt das schier unglaubliche Ausmaß an Brutalität und Zerstörung, dem die Ukraine nun schon im fünften Jahr ausgesetzt ist. Der russische Angriffskrieg geht unvermindert weiter", so Stocker.

Der Bundeskanzler betont, dass der Wiederaufbau der Ukraine nicht nur eine humanitäre Notwendigkeit sei, sondern vor allem eine strategische Investition in die Sicherheit, Stabilität und den Wohlstand Europas ist. Es bedarf einer gemeinsamen europäischen Anstrengung, um eine starke, moderne und europäische Ukraine aufzubauen, so Stocker.

Ein zentrales Thema der Konferenz ist die Mobilisierung des Potenzials des privaten Sektors für die wirtschaftliche Erholung und den Wiederaufbau der Ukraine. Bundeskanzler Stocker sieht hierin enorme Chancen für die österreichische Wirtschaft: "Österreichische Unternehmen sind in der Ukraine seit langem geschätzte und verlässliche Partner. Bereits in den 1990er Jahren haben heimische Unternehmen das Potenzial der Ukraine erkannt und waren unter den ersten, die vor Ort Investitionen getätigt haben."

Vor dem Krieg war Österreich der sechstgrößte ausländische Investor in der Ukraine; rund 1.000 österreichischen Unternehmen sin in der Ukraine aktiv, 200 davon mit eigener Niederlassung. Trotz der schwierigen Situation schaffen sie ca. 30.000 Arbeitsplätze vor Ort. "Ihr Engagement ist die Grundlage für den erfolgreichen Wiederaufbau, der schon längst begonnen hat", betont Kanzler Stocker.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und der Ukraine entwickeln sich zuletzt sehr positiv: Im ersten Quartal 2026 sind die österreichischen Exporte in die Ukraine um mehr als 30 % gestiegen und übersteigen somit erstmals das Vorkriegsniveau von 2021.

Die Vielfalt der österreichischen Expertise in der Ukraine zeigt sich auch durch die Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 20 österreichischen Spitzen-Unternehmen, die bei der Konferenz in Danzig vertreten sind: Dazu gehören unter anderem ASFINAG, Frequentis, Palfinger, RAG Austria, Primetals, RBI, Uniqua, Verbund oder Voestalpine. Sie bringen Expertise in genau jenen Bereichen mit, die die Ukraine beim Wiederaufbau besonders braucht: Finanzierung, Infrastruktur, Energie, Bauwesen und Nachhaltigkeit. Mit Vertretern der österreichischen Unternehmen tauscht sich der Kanzler am Rande der Konferenz bei einem Business-Round-Table aus.

"Vom Wiederaufbau in der Ukraine sollen auch österreichische Unternehmen profitieren. Ihr Know-How wird ganz entscheidend sein in der Zukunft. Denn es geht beim Wiederaufbau nicht darum, den vergangenen Zustand wieder herzustellen. Vielmehr ist es eine Investition in die Zukunft. Unser aller Ziel ist klar: Eine souveräne, sichere Ukraine, die auf Frieden, Demokratie und Wohlstand aufgebaut ist. Ich sehe mich als Türöffner für unsere heimische Wirtschaft", so Bundeskanzler Stocker.

Am Rande der Konferenz trifft Bundeskanzler Christian Stocker die beiden Gastgeber, den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk sowie die ukrainische Ministerpräsidentin Yulia Svyrydenko, zu bilateralen Gesprächen.

Bilder sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.

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