Der Asyl- und Migrationspakt ist Teil des aktuellen Regierungsübereinkommens, das zwischen den Koalitionspartnern Schritt für Schritt konsequent abgearbeitet wird. Das Ziel ist, durch ein Bündel an Maßnahmen die illegale Migration weiter konsequent gegen Null zu drängen und dadurch relevante Systeme, zum Beispiel das Bildungssystem, zu entlasten.
Innenminister Gerhard Karner, Vizekanzler Andreas Babler und Yannick Shetty erläuterten im Rahmen einer Pressekonferenz am 24. März 2026 in Wien Details zum beschlossenen Asyl- und Migrationspakt. Die in Begutachtung gesendeten Maßnahmen wurden durch konstruktive Stellungnahmen aus dem Begutachtungsprozess zielgerichtet ergänzt und finalisiert. Am 12. Juni 2026 soll der Asylpakt auf europäischer Ebene in Kraft treten. Mit dem Beschluss des Ministerrats am 24. März 2026 wird der parlamentarische Prozess für die Verschärfung des Asylrechts nunmehr fortgesetzt und somit die nationale Gesetzgebung verschärft.
"Dieses Gesetzpaket bedeutet eine massive Verschärfung im Asylbereich. Es handelt sich um die größte fremdenrechtliche Novelle seit 20 Jahren", sagte Innenminister Karner. "Ein Asylsystem kann nur funktionieren, wenn es streng, hart und damit gerecht ist", setzte er fort. Null Toleranz bei Missbrauch, Schutz vor Überlastung und Hilfe für jene, die Hilfe brauchen, seien die Grundsätze des Asylpakts.
"Der Asylpakt ist die Grundvoraussetzung für einheitliche Regeln und eine geordnete, faire Migrationspolitik. Das Asyl- und Migrationsgesetz soll einen Rahmen für gemeinsame und klare Regeln auf europäischer Ebene schaffen. Für den Umgang mit unbegleiteten Minderjährigen gibt der Asylpakt eine klare Regel vor. Dadurch ist eine Obsorge ab dem ersten Tag im Land rechtlich sichergestellt", sagte Vizekanzler Babler.
"Die Umsetzung des Asyl- und Migrationspakts ist ein Meilenstein für eine konsequente Asylpolitik und die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. In der aktuellen Amtsperiode wurden bereits vier Rückführungsabkommen geschlossen, was Recht, Ordnung, Kontrolle und vor allem Fairness für Menschen, die Schutz suchen und brauchen, schaffen soll", ergänzte der Klubobmann der NEOS, Yannick Shetty.