Europaministerin Claudia Plakolm
"Die Verhandlungen zum nächsten EU Budget finden in Zeiten großer geopolitischer Verwerfungen und wirtschaftlicher Herausforderungen statt. Daher muss der Fokus klar auf Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas liegen, hier zeigt das vorgelegte Budget in die richtige Richtung. Für mich bedeuten die Verhandlungen über den mehrjährigen Europäischen Finanzrahmen aber auch 'So viel wie notwendig, aber so sparsam wie möglich'. Die EU hat selbst festgestellt, dass es einen effizienteren Mitteleinsatz geben muss. Als Nettozahler wird Österreich natürlich einen Schwerpunkt auf jene Fonds legen, aus denen wir Geld bekommen. Dazu zählt zuallererst die Gemeinsame Agrarpolitik und hier insbesondere die Ländliche Entwicklung, die weiterhin ausreichend dotiert und eigenständig bleiben muss. Vor dem Hintergrund der EU-Fiskalregeln und der Sanierung des österreichischen Budgets, kann es aus meiner Sicht keine Erhöhung des EU-Beitrag Österreichs geben. Zudem werden wir als Nettozahler auf den Rabatt der letzten Verhandlungen pochen, es muss auch innerhalb der EU eine gerechte Lastenverteilung geben. Klar ist für uns auch, dass die künftige finanzielle Schwerpunktsetzung nicht schuldenfinanziert sein darf. Schon jetzt haben wir die Herausforderung, dass wir die Covid-Anleihen inklusive Zinsen zurückzahlen müssen. Es darf hier keinesfalls zu Ausgaben zulasten der nächsten Generationen kommen."