Schutz der Österreicherinnen und Österreicher als oberste Priorität
Am Samstagfrüh wurde im Außenministerium ein Krisenstab eingerichtet, der seither mehrmals täglich tagt. Priorität hat die Sicherheit und der Schutz der 18.000 österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in der Krisenregion. Sie werden durch die Botschaften in den betroffenen Ländern und den Bereitschaftsdienst in der Zentrale mit Informationen versorgt, vor Ort betreut und bei der Ausreise unterstützt, so es die Sicherheitslage vor Ort zulässt.
In vielen arabischen Ländern ist der Flugverkehr eingestellt oder massiv eingeschränkt. Am morgigen Mittwoch wird es den ersten Rückholflug aus dem Oman geben. Ein vom Außenministerium gechartertes Flugzeug wird mehr als 170 Österreicherinnen und Österreicher nach Hause bringen. In Kooperation mit europäischen Partnern werden außerdem österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus Jordanien ausgeflogen. Bereits am Sonntag konnten 13 Österreicherinnen und Österreicher auf den letzten AUA-Flug gebracht werden. Seit Montag organisiert das Außenministerium Busse, damit Österreicherinnen und Österreicher die Vereinigten Arabischen Emirate auf dem Landweg verlassen können. Weitere Rückholoptionen über zusätzliche Flüge und Transporte Richtung Maskat und Riad werden vorbereitet.
Die Energieversorgung in Österreich ist gesichert, einerseits mit unseren strategischen Reserven und andererseits, weil Österreich weder wirtschafts- noch energiepolitisch vom Iran abhängig ist. Wir stehen deutlich besser da als viele andere europäische Partner. Die Speicher in Österreich sind gut gefüllt, es gibt keine Hinweise auf Engpässe von Gas oder Öl und keine Angebotsverknappung. Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Zehetner sind beauftragt, die Energieversorgung auch weiterhin sicherzustellen, dafür wurde die Taskforce "Versorgungssicherheit" eingerichtet.
Auch die Sicherheit in Österreich hat oberste Priorität. Der Bundeskanzler hat den Innenminister beauftragt, neuralgische Punkte im gesamten Bundesgebiet verstärkt zu schützen, insbesondere gefährdete Einrichtungen und diplomatische Vertretungen. Mögliche Auswirkungen auf Fluchtbewegungen im Nahen Osten werden durch das Innenministerium in Zusammenarbeit mit unseren europäischen und internationalen Partnern laufend beobachtet und evaluiert, derzeit gibt es diesbezüglich keine Auffälligkeiten.